Du hast schon viel von Pilates gehört, warst aber noch nie in einer Stunde? Vielleicht fragst du dich, ob du beweglich genug bist, ob du mithalten kannst oder was dich überhaupt erwartet. Die gute Nachricht: Pilates ist ideal für den Einstieg, unabhängig von Alter und Fitnesslevel. In diesem Artikel beantworte ich die Fragen, die mir Anfängerinnen und Anfänger am häufigsten stellen.
Was ist Pilates eigentlich?
Pilates ist ein Ganzkörpertraining, das auf der Methode von Joseph Pilates basiert. Er entwickelte sie Anfang des 20. Jahrhunderts und nannte sie ursprünglich „Contrology“, die Lehre von der Kontrolle über den Körper.
Im Zentrum steht das sogenannte Powerhouse: die tiefe Muskulatur von Bauch, Rücken und Beckenboden. Aus dieser stabilen Mitte heraus werden alle Bewegungen ausgeführt, langsam, präzise und verbunden mit der Atmung. Pilates ist dabei weder reines Krafttraining noch reines Dehnen, sondern verbindet Kraft, Kontrolle und Beweglichkeit.
Die 6 Grundprinzipien von Pilates
Diese Prinzipien begleiten dich durch jede Stunde:
Atmung: Jede Bewegung folgt einem bewussten Atemrhythmus.
Zentrierung: Die Bewegung startet aus der Körpermitte.
Konzentration: Du bist mit voller Aufmerksamkeit bei der Übung.
Kontrolle: Keine Bewegung mit Schwung, alles ist geführt.
Präzision: Lieber wenige Wiederholungen, dafür sauber ausgeführt.
Bewegungsfluss: Die Übungen gehen fliessend ineinander über.
Warum Pilates perfekt für Anfänger ist
Gelenkschonend: keine Sprünge, keine schweren Gewichte
Anpassbar: Jede Übung hat leichtere und schwierigere Varianten.
Ganzheitlich: Kraft, Haltung, Balance und Beweglichkeit werden gleichzeitig trainiert.
Alltagsnah: Eine stärkere Mitte und eine bessere Haltung spürst du beim Sitzen am Schreibtisch, beim Tragen von Einkäufen oder beim Sport.
Achtsam: Die Konzentration auf Atmung und Bewegung hilft vielen, abzuschalten.
Musst du beweglich sein? Nein. Beweglichkeit ist ein Ergebnis des Trainings, keine Voraussetzung. Als sehr bewegliche Person habe ich übrigens die umgekehrte Erfahrung gemacht: Pilates hat mir Stabilität gegeben, die ich vorher nicht kannte.
Was erwartet dich in der ersten Pilatesstunde?
In deiner ersten Stunde geht es vor allem ums Ankommen und Kennenlernen:
Ich frage dich nach deinen Zielen, deiner Bewegungserfahrung und eventuellen Beschwerden.
Du lernst die Pilates-Atmung kennen: tief in die Flanken einatmen und beim Ausatmen die Körpermitte aktivieren.
Wir finden deine neutrale Becken- und Wirbelsäulenposition, die Basis vieler Übungen.
Du probierst die ersten Grundübungen, langsam und mit vielen Erklärungen.
Gut möglich, dass du am nächsten Tag Muskeln spürst, von denen du nicht wusstest, dass du sie hast. Das ist ganz normal.
Was du mitbringen solltest: bequeme Sportkleidung. Geräte und Matten sind vorhanden.
Matte, Wall Board oder Reformer – was ist besser für Anfänger?
Alle drei Varianten eignen sich für den Einstieg. Sie unterscheiden sich vor allem im Gefühl:
Mat Pilates: Du trainierst mit deinem eigenen Körpergewicht auf der Matte, oft mit Kleingeräten wie elastischem Band, Soft Ball, Roller, Pilates-Ring, leichten Hanteln oder Kilobällchen. Das ist die ursprüngliche Form und die Basis für alles Weitere. → Bei mir: Mat Class in Zürich Witikon
Wall Board: Ein an der Wand befestigtes Gerät mit Federn und Schlaufen. Die Federn können dich unterstützen oder Widerstand geben. Das ist ideal, um Bewegungen zu verstehen und Kraft aufzubauen. → Bei mir: Wall Class in Pfaffhausen, in Kleingruppen mit maximal 4 Personen
Reformer: Ein Gerät mit beweglichem Schlitten und Federn. Viele Anfänger lieben den Reformer, weil er Bewegungen führt und gleichzeitig sehr effektiv ist. → Bei mir: Privatlektion am Reformer in Pfaffhausen oder Zollikon
Mein Tipp: Wenn du unsicher bist oder Beschwerden hast, starte mit ein paar Privatlektionen. So lernst du die Grundlagen in Ruhe und mit voller Aufmerksamkeit. Danach fühlst du dich auch in einer Gruppe sicher.
Wie oft sollte ich als Anfänger trainieren?
Für spürbare Fortschritte empfehle ich ein- bis zweimal pro Woche. Joseph Pilates soll gesagt haben: Nach 10 Stunden spürst du den Unterschied, nach 20 siehst du ihn, nach 30 hast du einen neuen Körper. Ganz so schnell geht es nicht bei allen. Regelmässigkeit ist aber tatsächlich der wichtigste Faktor.
Häufige Anfängerfehler und wie du sie vermeidest
Luft anhalten: Atme weiter, auch wenn es anstrengend wird.
Zu viel Schwung: Langsamer ist bei Pilates fast immer schwieriger und besser.
Nacken anspannen: Schultern weg von den Ohren, der Kopf ist schwer und darf sich ablegen.
Sich vergleichen: Jeder Körper ist anders. Deine Variante ist die richtige für dich.
Zahlt die Krankenkasse?
Mein Pilates-Angebot ist mit dem qualitop-Gütesiegel ausgezeichnet. Viele Zusatzversicherungen beteiligen sich deshalb mit einem Präventionsbeitrag an den Kosten. Wie viel erstattet wird, hängt von deiner Versicherung ab. Frag am besten direkt bei deiner Krankenkasse nach.
Fazit: Einfach anfangen
Du brauchst keine Vorkenntnisse, keine besondere Fitness und keine Beweglichkeit, nur Lust, deinen Körper neu kennenzulernen. Ich hole dich genau dort ab, wo du stehst, auf Deutsch oder Englisch.
Bereit für deine erste Stunde? Hier findest du alle Kurse oder schreib mir für eine Privatlektion. Ich freue mich auf dich!
Hast du gesundheitliche Beschwerden, bist du schwanger oder hattest du vor Kurzem eine Operation? Dann kläre den Trainingsstart bitte vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab.